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Der Markt Obernzenn hat 14 Ortsteile



Brachbach:
Der landwirtschaftlich strukturierte Weiler Brachbach liegt auf der Frankenhöhe, oberhalb des Zenntales. Er gehörte früher zur Gemeinde Oberaltenbernheim, bis er 1972 im Zuge der Gebietsreform nach Obernzenn eingemeindet wurde. Die heute überwiegend evangelische Gemeinde war füher teilweise im Herrschaftsbereich des katholischen Ordens. Glücklich schätzen dürfen sich die 26 Ortsbewohner über eine Gastwirtschaft, die sich bis heute behaupten konnte.
Erste Erwähnung findet der Weiler im Jahre 1285 durch einen Eintrag im Rothenburger Achtbuch: Ad querimoniam Marquardi de ...pro debito et juramento fraudato est proscriptus Amelvnch de Brapach.

Breitenau
Hoch über dem oberen Zenngrund im Naturpark Frankenhöhe liegt Breitenau und ist heute ein Ortsteil von Obernzenn. Die kleine Kapelle, die demhl. Wolfgang geweiht ist, gehört kirchlich nach Unternzenn, wo auch die Toten begraben werden. Es gibt im Ort noch eine Wirtschaft, aber keine Vereine mehr.
Die Ortsnamen verraten in ihrer ersten Nennung ihr ursprüngliche Bedeutung. Bei Breitenau war dies 1259 Breitenawe, breite Au, mundartlich -aab. In diesem Jahr bezeichnen die Burggrafen Konrad d. Ä. und Konrad d. J. beim Kauf des uffenheimischen Teils der Veste Virnsberg das Dorf Breitenawe als "villa nostra"

Egenhausen
Die "-hausen"-Orte mit einem Personennamen als Beziehungswort dürften vor oder um 750 entstanden sein. Die evang.-luth. Allerheiligenkirche wurde 1059 von Bischof Gunekar II geweiht und ist ein Sakralgebäude. Sehenswert: der Mittelteil eines ehemaligen Flügelaltars, Rosenkranzdarstellung im Flachrelief, mittelfränkisch, aus der Riemenschneider-Schule stammend.
Heute ist Egenhausen ein Ortsteil der Marktgemeinde Obernzenn, umgeben von bewaldeten Hängen und eingerahmt durch eine wunderschöne Obstbaumstruktur. Der Ort hat rührige Vereine und im Gasthaus der Familie Wust sind Gäste herzlich willkommen.

Esbach
Der landwirtschaftlich strukturierte Weiler Esbach liegt in der weiten Flur der Frankenhöhe über dem Oberlauf der Zenn. Hier kommt besonders deutlich die dünne Besiedlung dieser Region zum Vorschein. Bis zur Eingemeindung nach Obernzenn im Jahre 1972, gehörte Esbach zur Gemeinde Oberaltenberheim.
Erste Erwähnung findet Esbach in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1294: Burggraf Konrad der Fromme und seine Gemahlin Agnes schenken dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter u.a. ... das geut ... zu Espach.

Hechelbach:
Der Weiler Hechelbach (1294 Hegelbach, von Heglio), geht zurück bis in 13. Jahrhundert und ist wie Limbach und Wimmelbach aus drei Höfen erwachsen, was im Zusammenhang mit der sogenannten Drei-Felder-Wirtschaft zu sehen ist. 1879 wurde durch Erbteilung von zwei großen Höfen die Hofstellen auf neun erweitert. Doch auch die Neuzeit machte vor den gewachsenen Strukturen nicht halt. Im Rahmen der Ortsrandbebauung in den 60iger Jahren kamen noch weitere Wohnanlagen dazu, so das heute in Hechelbach 56 Einwohner leben.
Hechelbach liegt gut 400 m hoch im Naturpark Frankenhöhe, weitab von Verkehrslärm und Alltagsstress und vom Bergkreuz aus zwischen Hechelbach und Unteraltenbernheim bietet sich ein "Rund-um-Blick" in das Zenntal und in Richtung Virnsberg.
Eine Bereicherung für den Fremdenverkehr im oberen Zenngrund ist der Gasthof/Pension "Grüne Au" von Familie Kloha.

Limbach
Wie viele Gemeinden der Umgebung, verdankt Limbach seine erste urkundliche Erwähnung einer Schenkung, die Burggraf Konrad der Fromme von Nürnberg und seine Gemahlin Agnes im Jahre 1294 dem Deutschen Orden machten, nämlich die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter das Gut "...Lympach". Zum Ort gehört die Einöde Schafhof, erstmals 1509 erwähnt und die ihren Namen von der dort ausgeübten Schafzucht hat.
Das kleine schmucke Dorf liegt sehr abseits, sehr idyllisch und versteckt. Keine Nachbarortschaft ist zu sehen. Liebens- und Lebenswert, so zeigt sich der kleine Ort seinen Bewohnern und seinen Gästen.

Oberaltenbernheim:
1294 wird Oberaltenbernheim erstmals urkundlich erwähnt, als Burggraf Konrad II. von Nürnberg und seine Frau Agnes dem Deutschen Orden Die Burg Virnsberg mit Eingehörungen schenken, darunter das guet... zu Obern Alltenbern. Wie überall gab es in Oberaltenbernheim verschiedene Herren. Die Burggrafen von Nürnberg, der Deutsche Orden, die Stadt Windsheim, das Bistum Würzburg und vor allem die Herren von Seckendorff teilten sich hier Besitz und Rechte. Archäologische Zeugnisse sind ein vorgeschichtlicher Grabhügel sowie ein mittelalterlicher Burgstall. An ihn erinnert noch die Flurbezeichung "am, im Burgstall", nordöstlich der Siedlung.
1972 wurde Oberaltenbernheim mit der dazugehörigen Veitsmühle nach Obernzenn eingemeindet.

Obernzenn:
Obernzenn, erstmals für das Jahr 810 in der sogenannten Piparodi-Urkunde als Teil der Mark des vielleicht zur Sippe des Klostergründers Gumbert zu Ansbach gehörigen Grundherren Gundbert erschließbar, ist zweifellos die älteste der Siedlungen im oberen Zenngrund (siehe unter Historisches), ist heute Kleinzentrum und ein aufstrebender Marktflecken. Die Grundversorgung der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger ist mit einer Grundschule, einer Außenstelle der Vhs, einer Apotheke, zwei Bäckereien, einem Lebensmittelladen, drei Ärzten, einer Poststelle und einigen Gastwirtschaften ausreichend gesichert.
Durch den Lückenschluss besteht durch das Zenntal eine Radverbindung von Fürth bis Obernzenn und weiter bis Bad Windsheim in Richtung Aischtal oder zum Bibertradweg.
Besondere Impulse, gerade im Bereich des Tourismus, gehen aber vom Campingplatz am Obernzenner Freizeitsee (hier schätzen die Camper den Platz wegen seiner familiären Atmosphäre und seiner Nähe zum Freizeitsee)vom Blauen und Roten Schloss (Führungen) und vom über 30 Hektar großen Freizeitgelände am Obernzenner Badesee aus.
In den letzten 12 Jahren wurden in die wirtschaftliche Entwicklung des Marktes Obernzenn, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich, 20 Mio € investiert. Vorrangiges Ziel war neben der Verbesserung der Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen.  Für Bauherren stehen in den Wohnbaugebieten Windbuck, Rosenleite und im Siegelranken in Egenhausen attraktive Bauplätze zu einem erschwinglichen Preis - voll erschlossen - zur Verfügung.

Rappenau:
Wenn man den Chronisten Glauben schenken darf, hat Rappenau im 30-jährigen Krieg nicht allzu sehr leiden müssen. Der Grund dafür dürfte wohl in seiner günstigen, versteckten Lage zu finden sein. Eine erste Erwähnung findet Rappenau im Jahre 1260, als Burggraf Konrad der Ältere von Nürnberg dem Deutschen orden die Kirche in Obernzenn und das Dorf Rappenau schenkte. Damit ist der Ort neben dem Patronatsrecht der Kirche in Obernzenn, die älteste Besitzung des Ordens im Bereich der späteren Kommende Virnsberg.
1818 wurde Rappenau der Steuergemeinde Oberaltenbernheim angegliedert. Heute ist Rappenau ein Ortsteil der Marktgemeinde Obernzenn, was die Rappenauer aber nicht hindert, ihre Kirchweih (ohne Kirche) zu feiern, wie sie es schon immer taten. Eine Schankstätte gab es in Rappenau schon sehr früh. Bereits im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts finden sich in den Gerichtsbüchern der Dorfherren, Hinweise im Zusammenhang mit vorgefallenen Schlägereien.
Heute bewirtschaftet die Familie Engelhardt das Gasthaus "Zum Löwen" in der vierten Generation. Aus dem kleinen, 1836/37 erbauten Häuslein ist eine modern ausgestattete Speise- und Ausflugsgaststätte geworden.

Straßenhof:
Die an der alten Handelsstraße von Nürnberg nach Rothenburg an der "Hochstraße" gelegene Einöde "Straßenhof" ist Teil des Ortsteils Urphertshofen und der Gasthof und Biergarten der Familie Sottosanti, ein beliebtes Ausflugsziel. Straßenhof wurde 1755 von der Familie Seckendorff-Aberdar gebaut und 1770 an Johann Dößler verkauft. 1852 kaufte die Familie Seckendorff-Gutend den Straßenhof für 10.000 Gulden. Aufgrund der Lage dürfte das Wirtshaus bereits in längst vergangenen Tagen Reisende, Kutscher und allerlei Volk in seinen Mauern beherbergt haben.

Unteraltenbernheim:
Die Besiedlung des Ortes, 396 Meter über dem Meeresspiegel im heutigen Naturpark Frankenhöhe, am Oberlauf der Zenn gelegen, begann wohl im achten Jahrhundert. Vom Königshof Langenzenn aus schob sie sich an der Zennachse flußaufwärts. 830/850 wird Obernzenn (als Besitz Cenne des Reichsklosters Lorch) genannt. Damit wurde Obernzenn zur Muttersiedlung für das obere Zenntal.
1341 wird die alte Wasserburg von Unteraltenbernheim erwähnt, 1381 erstmals ein Gotteshaus. Jahrhundertelang teilten sich die Adeligen von Seckendorff und der Deutsche Orden die Herrschaft über das Dorf. Dieser "Dualismus", der bis zum Ende des alten Reiches (1806) dauerte, ist verantwortlich dafür, dass die katholische und evangelische Konfession stets gleichgewichtig vertreten war.
Derzeit leben in Unteraltenbernheim 324 Personen, die teils dem evangelisch-lutherischen, teils dem katholischen Glauben angehören und ein Beispiel dafür sind, dass sich Toleranz lernen lässt.
Rührige Vereine sorgen für ein gut funktionierendes Gemeindeleben und die Gaststätte der Familie Badberger ist für die Unteraltenbernheimer aber auch für zahlreiche Gäste ein wichtiger Treffpunkt.
Impressionen aus Unteraltenbernheim im Frankenfernsehen:
https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/impressionen-aus-unteraltenbernheim/


Unternzenn:
Wie Obernzenn ist Unternzenn nach seiner Lage an der Zenn benannt - Unternzenn zu der unten gelegenen Siedlung am Fluß Zenn. Wahrscheinlich hat sich der Ort als Außenposten von Obernzenn aus einem einzigen Hof entwickelt. Eng verknüpft ist die Geschichte Unternzenns mit der des Adelsgeschlechtes derer von Seckendorff.
Erste urkundliche Erwähnung findet Unternzenn im Jahre 1294, als Burggraf Konrad der Fromme von Nürnberg und seine Gemahlin Agnes dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit Eingehörungen, darunter, was sie zu Obernczenn vnnd zu Nidernczen haben, schenken.
In Unternzenn mit der zugehörigen Hölzleinsmühle leben 82 Einwohner, ist heute Ortsteil von Obernzenn, wohin die Kinder auch zur Schule gehen.

Urphertshofen:
Urphertshofen liegt abseits jeder Hauptstraße am nördlichen Fuße der Frankenhöhe und wird von zwei Seiten von Bergen eingerahmt. Die älteste Urkunde über Urphertshofen stammt aus dem Jahre 1200. Ein  Arnoldus camerarius plebanus in Cenne (wohl Obernzenn) überträgt dem Stift St. Gumbert in Ansbach ein Gut in "Vdelwarteshouin". In den folgenden Jahrhunderten tauchen in den Urkunden viele Herren als Besitzer in Urphertshofen, darunter das Geschlecht der Esel von Illesheim, der Geiling, Der Seckendorff und Windsheimer Bürger, die zeitweise Rechte in dem Ort hatten.
Heute wohnen in Urphertshofen, das am 01.01.1974 nach Obernzenn eingemeindet wurde, 245 Menschen. Oberhalb des Ortes "Am Hang" liegt auch das Waldheim, das von der Diakonissenanstalt Neuendettelsau als Erholungsheim gebaut wurde und heute für Menschen mit Behinderungen Heimat geworden ist. Das kulturelle Leben wird insbesondere durch die Freiwillige Feuerwehr sowie den Obst- und Gartenbauverein belebt.  
Die Zenn entspringt in einer Wiese bei Urphertshofen. Die Quelle heißt im Volksmund "Weckbrunnen" und die Wiese "Weckwiese", weil diese angeblich im 30-jährigen Krieg durch den Eigentümer aus der Not heraus für nur einen "Weck" verkauft werden musste.

Wimmelbach:
Wenn man den Zenngrund bei Unteraltenbernheim verlässt und der Verbindungsstraße zur Hochstraße folgt, erreicht man nach wenigen Kilometern Wimmelbach, eine Gemeinde von 109 Einwohnern. Die Bevölkerung ist katholisch und evangelisch gemischt, wie auch in Unteraltenbernheim.
Erstmals wird Wimmelbach im Jahre 1294 urkundlich erwähnt, wie eine spätere undatierte Kopie ausweist. Burggraf Konrad der Fromme und seine Gemahlin Agnes schenken dem Deutschen Orden die Burg Virnsberg mit zugehörungen, darunter unter anderm das "guet zu Wymlbach". Durch diese Schenkung spielte der Deutsche Orden eine wesentliche Rolle im Raum der Zenn bis zu seiner Auflösung durch Napoleon im Jahre 1809.
Stark zurückgegangen, wie auch anderswo, ist die Landwirtschaft. Die Flurbereinigung wurde in der Mitte der 70er Jahre durchgeführt, dabei kam es zum Erwerb und Abbruch von Gebäuden zur übersichtlichen Gestaltung der Kreisstraße, zur Anlage eines Ringweges, eine Spiel- und Bolzplatzes und eines Dorfweihers. In Wimmelbach überwiegen bereits moderne Häuser und eine Gartensiedlung schließt sich dem Ort an.



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